Samstag, 28. November 2009

Palmöl Plantagen und Biodiversität

Riesige Anbauflächen für Palmöl sind gravierender Eingriff in die Natur Indonesiens und benachbarter Staaten. Forscher hatten die Veränderung der Biodiversität bei Schmetterlingen und Vögeln untersucht. Dabei wurde klar, dass die Rodung von bestehenden Regenwäldern und die Errichtung von Palmöl-Plantagen zu einer rapiden Abnahme der Artenvielfalt führten.
Die Umwandlung von Kautschuk-Plantagen in Palmöl-Plantagen verursachte hingegen einen geringeren Verlust. "Um die Auswirkungen des Biodiversitäts-Verlusts genauer beschreiben zu können, müssen aber noch mehr Daten gesammelt werden", schreiben die Forscher, die auch meinen, dass die Wälder der Region geschützt und nicht zu Monokulturen umgewandelt werden sollten.
Die Schaffung weiterer Anbauflächen für Palmöl sollte auf vorhandenes Farmland oder auf brachliegende Flächen beschränkt sein.

Samstag, 5. September 2009

Unsichtbarer Kontinent Ozeanien

Was wird von manchen als der unsichtbare Kontinent im Pazifik bezeichnet? Die Antwort: Archipele wie Polynesien, Melanesien oder Mikronesien bilden den unsichtbaren Kontinent Ozeanien. Dazu der Schriftsteller Le Clézio in einem Buch:

"Ozeanien ist der unsichtbare Kontinent. Er blieb unsichtbar, weil die Reisenden, die sich als erste hinwagten, ihn nicht als Kontinent wahrnahmen, und weil Ozeanien noch immer die internationale Anerkennung fehlt, als wäre hier nur eine Passage, etwas Fehlendes".

Dienstag, 14. Juli 2009

Bikini Atoll hat sich erholt

Das Korallen-Riff des Bikini Atolls ist in gutem Zustand, trotz der Atombombenversuche.
In den 1950er Jahren hatten die USA am Bikini-Atoll zahlreiche Tests mit Atombomben durchgeführt. Dabei wurde auch die mit 15 Megatonnen größte oberirdisch getestete Atombombe Bravo gezündet. Mit der Detonation wurden drei Inseln zerstört, das Meereswasser erhitzte sich auf 55.000 Grad! Der Explosionskrater erstreckt sich über eine Breite von zwei Kilometern und ist 73 Meter tief.
Aber auch im Bravo-Krater trafen heutige Forscher wieder auf Leben: Bis zu acht Meter hohe Korallen und große baumähnliche Pflanzenformationen mit 30 Zentimeter dicken Stämmen fanden die Wissenschaftler. "Der gesunde Zustand der Korallen im Bikini-Atoll heute ist Beweis ihrer Widerstandsfähigkeit und der Fähigkeit sich auch von massiven Störungen zu erholen", war sich Studienleiterin Zoe Richards anfangs des vorigen Jahres sicher.
Ein großer Teil der Korallenarten, die es noch vor den Atomwaffentests nachweislich gegeben hatte, seien allerdings vollständig verschwunden! Bei zumindest 28 Korallenspezies sei das Aussterben direkt mit den Versuchen der Jahre 1946 bis 1958 und der daraus resultierenden Radioaktivität verbunden.
Umso wichtiger ist der Atomwaffensperrvertrag und das Verbot von Atomtests! Der Umwelt zuliebe!

Samstag, 14. März 2009

Das Sexualleben der Eingeborenen in Melanesien

Ein Buch zum Thema Sexualität der Eingeborenen in Melanesien. Der Autor Malinowski beschreibt das Leben der Trobriander unter dem Aspekt der lebensgeschichtlichen Wandlungen ihrer Sexualität und zeigt, welche „sozialen Erfindungen“ sie aus Leidenschaft und Einsicht gemacht haben, um die freie Entwicklung eines Geschlechtslebens zu ermöglichen. Das „Geschlechtsleben der Wilden“ ist etwas anderes als die „wilde“ Sexualität, welche die bürgerliche Imagination im Bann der christlichen Sexualmoral als deren Alternative den Urzuständen der „Promiskuität“ und des „Mutterrechts“ unterstellen möchte.


Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien: Liebe, Ehe und Familienleben bei den Eingeborenen der Trobriand-Inseln, Britisch-Neuguinea

Preis: EUR 29,60

Samstag, 7. Februar 2009

Besiedlung Melanesiens und der anderen Pazifik Inseln

Forscher können mittlerweile ja ziemlich genau nachvollziehen, wie die Entwicklung des Menschen und die nachfolgende Besiedlung der Erde durch den Homo Sapiens vor sich ging. Der Mensch entwickelte sich vor etwa 150 000 Jahren im Südosten Afrikas. Vor 60 000 Jahren überkam Homo sapiens dann der Drang auszuwandern - zunächst nach Nordafrika, dann in den Nahen Osten und später dann ins südliche Europa. Vor 33 000 Jahren hatte es der moderne Mensch schließlich über Zentral- und Südasien bis nach Australien, später auch nach Südamerika geschafft. Nun galt es, die Inselwelt des Pazifiks, Melanesien und Polynesien zu besiedeln, was vor rund 3000 Jahren begann.
Anhand eines Bakteriums wurden nun Details der Besiedlung des pazifischen Raumes erforscht. Artikel auf Welt.de